Wir - Die Wand

Die Südtribüne im Dortmunder Fußballstadion ist die größte Stehplatztribüne Europas. Aber nicht nur wegen ihrer Größe ist "die Süd" eine Ausnahme im europäischen Profifußball. Wie eine gigantische Menschenmauer sorgen 25.000 Zuschauer hinter dem Tor für Anfeuerungen, Kommentare und Pfiffe, Gesänge und Sprüche, Choreographien und Gefühlsausbrüche der besonderen Art. Das sind mehr Menschen, als anderswo ins gesamte Stadion passen. "You'll never walk alone" - Zehn Minuten vor dem Spiel stimmt die Wand die Hymne des Fußballs überhaupt an. Da bekommen auch erfahrene Profis auf dem Rasen weiche Knie. Das Film-Porträt der Südtribüne wurde während des Spiels gegen Mainz 05 am 20. April 2013, also an einem einzigen Tag, mit einem 50-köpfigen Team und 16 Kameras gedreht. Der Film lebt von den Protagonisten, die während der gesamten Zeit ihres Aufenthalts auf der Tribüne von der Kamera beobachtet wurden. Der sportliche Verlauf auf dem Platz spielte dabei nur insofern ein Rolle, als er die Choreografie und Dramaturgie auf der Tribüne provozierte.

Film-Info

Filmstart:
01.01.1970
Entstehungsjahr:
2013
Regie:
Klaus Martens
Genre:
Dokumentarfilm
Land:
Deutschland

Wir - Die Wand

Spielzeiten in Berlin und Umgebung

Weitere Filme

von Klaus Martens

Erzähl es niemandem

Dokumentarfilm

Erzähl es niemandem
Im April 1942 begegnet die 19jährige Lillian einem deutschen Soldaten aus Wuppertal. Helmut ist augenblicklich in Lillian verliebt, und Lillian geht es ebenso. Die Liebe eines norwegischen Mädchens zu einem deutschen Soldaten gilt als Verrat. Ihre Zuneigung zu Helmut macht ihr ein schlechtes Gewissen. Als sie erfährt, dass in ihrem Dorf eine jüdische Familie deportiert worden ist, stellt sie ihn zu Rede und will die Beziehung beenden. Helmut bleibt zunächst stumm. Dann ringt er ihr ein Versprechen ab: niemals dürfe sie mit einem anderen Menschen darüber sprechen, was er ihr jetzt sagen wird. "Meine Mutter", sagt Helmut, "ist auch Jüdin. Ich selbst bin noch unentdeckt geblieben und halte mich in der Wehrmachtsuniform versteckt." Lillian schwört, immer bei ihm zu bleiben; ein Schwur, mit dem eine der dramatischsten Liebesgeschichten beginnt, die dieser Krieg hervorgebracht hat. Denn nach dem Abzug der Deutschen bleibt Lilian zurück in Norwegen und macht sich nach dem Ende des Krieges auf nach Deutschland, um Helmut zu suchen. Im Sommer 2009 sitzt die 87jährige Lillian Crott im Flugzeug nach Narvik. Auf dem Platz neben ihr liegt ein Rucksack. Darin verstaut ist die Urne mit der Asche ihres Mannes. In Nordnorwegen, jenseits des Polarkreises, will sie einlösen, was sie sich versprochen hatten: wer überlebt, wird den anderen dort begraben, wo sie sich zum ersten Mal begegnet sind. Der Film begleitet sie bei dieser Reise und erzählt die abenteuerliche Geschichte von Lilian Berthung und Helmut Crott. (Quelle: Verleiher)